Teil 8

Leseprobe aus dem Erwachsenen-Roman 'Mörder aus Passion'


Noch eine andere Sache, Johannes: Du erwähntest, dass du mit dem Fahrrad zur Arbeit kommst. Bedeutet dies, dass du nicht im Besitz eines Führerscheines bist ?“
Johannes lachte.
Nein – das bedeutet es nicht. Ich verschaffe mir mit dem Rad etwas Bewegung. Muss ich größere Einkäufe tätigen oder aus einem anderen Grund eine weitere Strecke fahren, so nehme ich selbstverständlich den Wagen.“
Zufrieden nickte Karl.
Das ist gut, Johannes. Das ist sehr gut.“
Johannes blickte sein Gegenüber fragend an, doch Karl stellte schon die nächste Frage:
Hast du einen etwas größeren oder einen kleinen Wagen?“
Eher einen kleineren.“
Johannes nannte Marke und Modell seines Fahrzeuges und fügte hinzu:
Es gibt auf dem Hof allerdings noch einen Lieferwagen aus der Zeit meiner Eltern, als der Hof noch bewirtschaftet wurde. Er ist allerdings abgemeldet und steht in einer Scheune, befindet sich aber noch in bestem Zustand.“
Könnte man das Fahrzeug eventuell noch anmelden? Für die Kosten würde ich aufkommen.“
Johannes wehrte ab:
Es ist keine Frage der Kosten, es ist eine Frage der Zeit, denn an den Vormittagen kann ich, da ich alleine bin, nicht weg. Das ist das einzige Problem.“
Nun,“ schlug Karl vor, „da ich Urlaub habe, könnte ich dies für dich übernehmen – die Anmeldung sowie den TÜV. Lass uns nächste Woche noch einmal darüber reden.“
Noch etwas fiel Karl ein:
Johannes, wie viele Gebäude stehen auf deinem Hof ?“
Johannes, der zu begreifen schien, antwortete:
Es gibt insgesamt fünf Gebäude, doch das Interessanteste wären vermutlich die beiden Keller – falls ich den Sinn deiner Frage richtig verstehe. Warum kommst du nicht einfach einmal vorbei und siehst dir selbst alles an ?“
Mit deiner Erlaubnis werde ich das gerne einmal tun, schmunzelte Karl, „du scheinst mir sehr rasch zu begreifen und ich denke schon, dass du den Sinn meiner Fragen richtig gedeutet hast. Doch wie ich bereits bemerkte, wollen wir uns in der nächsten Woche noch einmal eingehend unterhalten.“
Einverstanden,“ nickte Johannes, „den Hof könntest du allerdings schon am Sonntag besichtigen, falls du Zeit und Laune dazu hast.“
Karl überlegte.
Ich kann jetzt noch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob dies möglich sein wird, doch werde ich dir morgen Abend, wenn ich die Mädchen bringe, Bescheid geben. Sieh zu, dass du spätestens um 19°° Uhr auf der Halde bist.“
Johannes versprach es und goss die Kaffeetassen erneut voll.
Eine weitere Frage, Johannes: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man die hier vergrabenen Leichen eines Tages entdecken wird ?“
Nun ja,“ erwiderte Dieser, „man wird vermutlich irgendwann in ferner Zukunft die Müllhalde schließen und – lange Zeit danach – als Baugelände ausweisen. Doch werden mit Gewissheit mehr als hundert Jahre vergehen, bis es soweit ist, dass auch die Halde nach der umliegenden Umgebung bebaut werden kann. Da ich die Gruben aus der Erde aushebe und nicht einfach die Körper im Müll vergrabe, wird auch nach der Kompostierung des Mülls nichts vorzeitig entdeckt werden. Mache dir darüber keinen Kopf – ich weiß schon, was ich tue.“
- Diesen Eindruck gewann auch Karl mehr und mehr. Er saß noch und plauderte mit Johannes über Dies und Jenes, bis es Zeit für ihn war, nach Hause zu fahren.

- Wie versprochen, war Karl rechtzeitig zum Abendessen zurück. Dennoch zog Cecilia ein unzufriedenes Gesicht.
Wir langweilten uns ohne dich“, maulte sie, „ohne dich macht es nur halb soviel Spaß.“
Du hättest Mami helfen können, das Abendessen vorzubereiten, dann hättest du dich nicht gelangweilt.“
Sie hat mich aus der Küche geschickt und gesagt, sie wolle alleine kochen“, antwortete die Kleine.
Karl ging in die Küche.
Hallo Mami“, begrüßte er Agatha, „ich höre, du wolltest keine Hilfe beim Kochen ..?“
Oh, das schlimme Kind ! Immer und ganze Zeit sie quengeln:
'Warum Karl noch nicht zurück ? Will Spaß mit ihm auf Couch ! ́ Ich sage: 'Karl kommt zu Abendessen. Er versprochen – mach’ alleine Spaß mit Couch. ́ Aber Kind quengelt weiter. 'Komm, Mami, nur zehn Minuten Spaß – dann Essen kochen ! ́ Hat meine Nerven gemacht kaputt heute. Ich sage, dass du hungrig, wenn zurück – darum habe keine Zeit für Spaß und muss kochen. Dann ich sie weggeschickt.
Oh, bitte, Karl ! Geh’ und mach Spaß mit ihr auf Couch, so ich kann in Ruhe kochen fertig !“
Karl tätschelte Mami’s Hintern und gab ihr einen Kuss auf die Wange, um danach die Küche wieder zu verlassen.
Er setzte sich zu Cecilia auf die Couch. Diese begann sofort, ihre Bluse zu öffnen.
Was tust du“, fragte Karl erstaunt.
Ich ziehe mich aus, was sonst ?“
Sie zog die Bluse aus, danach den Rock, unter welchem sie kein Höschen trug.
Cecilia, du wirst bis nach dem Essen warten können, bis Mami bei uns ist und mitmachen kann !“
Nein, kann ich nicht“, erwiderte sie, „bitte, Karl – es ist wirklich ganz, ganz dringend !“
Kopfschüttelnd entkleidete sich Karl und tat der Kleinen den Gefallen.

Ende der Leseprobe. Das Buch 'Mörder aus Passion' erhalten Sie im Buchhandel und bei Amazon.

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