Der Wald



*
Was wär’ die Erde ohne Wald ?
- Fast möchte ich es gar nicht wissen.
Sie wär’ entsetzlich kahl und kalt;
- d’rum wollte ich den Wald nicht missen
*
Der Mensch dort seinen Ursprung hat
und lebte gut für lange Zeiten,
denn in der Wüst’ wird er nicht satt;
- kann kein gemütlich’s Heim bereiten.
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Im Wald man Schutz und Nahrung fand
und hatte keine Langeweile.
Kein Grund zur Hektik auch bestand:
... man lebte das Leben mit Weile.
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Wald – die Mutter aller Wesen;
- ohn’ ihn wir heute nicht bestünden..
Wie die Erde soll genesen;
- ohn’ Wald wir keine Lösung finden !
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Der Wald die Erde fruchtbar macht,
indem die Bäume Blätter spenden.
- Auch wenn ein Baum zu Boden kracht,
wird er als Muttererde enden.
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Im Wald es voller Leben ist
und wenn wir dort spazierengehen,
die Alltagssorgen man vergisst.
- Das Auge will nicht satt sich sehen.
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Den Vögeln hört man gerne zu
bei ihren lieblichen Gesängen.
Die sogenannte Waldesruh’
wird uns’re Hektik schnell verdrängen!
*
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Der Wald schützt uns vor starkem Wind,
so dass wir angenehmer leben.
Wie glücklich doch wir Menschen sind,
solange es den Wald wird geben!
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- Wie unterschiedlich sind sie doch:
Der Wald und das Fabrikgelände.
Geruhsam war es früher noch;
- doch dann zum Schlechten kam die Wende !
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Es wich der Wald - der Friede ging;
- es kamen Fabrik und Autobahn.
Es war viel Zeit nicht, die verging,
bis hin zu unserem heut’gen Wahn ...
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Wie es unser’n Kindern sagen,
dass schuld d’ran sind nur wir alleine?
Können wir es wirklich wagen,
übrig zu lassen nur noch Steine ?!
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`Zur Waldesquell’ ́ - `Zur Waldesruh’ ́;
- am Wirtshaus sind’s nur noch die Namen,
die uns erinnern immerzu,
dass Schlecht’s für Gutes wir bekamen !
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Die Räuber sind im Wald nicht mehr;
sie leben nun in uns’ren Städten.
Doch auch die Tiere fehl’n uns sehr ;
- wie gern’ wir sie doch wieder hätten !
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Der Wolf, der Bär, - sind alle weg;
- der Lebensraum ihnen genommen.
Es scheint mir wie ein Sakrileg,
dass soweit sind wir schon gekommen !
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Wo werd’ ich nun die Sorgen los;
wo kann ich frische Luft genießen ?
Möglich war dies im Walde bloß;
- wo sonst kann so beglückt genießen ..?
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(Aus dem Verseband 'Herr der Welt'
von B. Mich. Grosch)

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